„My Meinig“

zur CVP Online-Umfrage „Zukunft Obwalden“ was Obwaldnerinnen und Obwaldner zurzeit am meisten beschäftigen.

 

Gesundheitswesen:

Die Gesundheitskosten bereiten auch dem Regierungsrat grosse Sorgen. In diesem Bereich ist die Politik stark gefordert. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die ambulante vor stationären Leistungen fördern z.B. mit der Unterstützung für pflegende Angehörige.

Aktuell werden in der Schweiz nur 2% der Gesundheitskosten für Prävention investiert, was im internationalen Vergleich sehr wenig ist. In diesem Bereich haben wir noch viel Potenzial, davon bin ich überzeugt.

 

Altersvorsorge:

Die Altersvorsorge ist und war ein aktuelles Thema. Bern ist nun gefordert eine tragbare Lösung zu finden. Mathematisch betrachtet, müsste das Rentenalter auf 67 Jahre angehoben werden wie in Deutschland, Italien oder Dänemark.

Die demografische Entwicklung wird die Beschäftigungschancen für ältere Personen verbessern. Gemäss einer UBS Studie werden in 10 Jahren 480’000 Vollzeitarbeitende fehlen. Die Erhöhung des Rentenalters hat aktuell noch keine politische Akzeptanz, aber spätestens mit der übernächsten AHV-Revision müssen wir gedanklich in diese Richtung gehen.

 

Familie:

Die Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft, und unsere Kinder sind die Zukunft von Obwalden. Die wirtschaftliche Sicherheit ist für Familien und Alleinerziehende Eltern zentral. Kinder dürfen nicht zu einem Armutsrisiko werden.

Familie und Beruf müssen sich noch besser vereinbaren lassen. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, sind die Familien in allen Lebensphasen nachhaltig zu stärken, und dafür müssen wir  familienfreundliche Rahmenbedingungen schaffen.

 

 

Mittelstand:

Der Mittelstand ist die Basis unserer Gesellschaft. Mit seiner Arbeit finanziert er zum Grossteil unsere soliden Sozialwerke. Zu oft wird der Mittelstand überproportional belastet. Die meisten Obwaldnerinnen und Obwaldner gehören zum Mittelstand und dieser muss noch mehr unterstützt und gestärkt werden, damit die Einheimischen auch in Zukunft noch bezahlbaren Wohnraum haben.

 

 

Bildung:

Die Bildung ist unsere wichtigste Ressource und eine wichtige Quelle unseres Wohlstandes. Sie ist ein zentrales Element für die Chancengleichheit der Menschen so wie für die wirtschaftliche Weiterentwicklung unseres Kantons. Das duale Bildungssystem muss gesichert und gefördert werden.

Bildung muss allen Kindern und Jugendlichen entsprechend ihrer Fähigkeiten offenstehen. Neben der Wissensvermittlung sollen die Kinder und Jugendlichen auch in ihrer Selbst- und Sozialkompetenz gefördert werden. Dadurch sollen sie sich zu Persönlichkeiten entwickeln und lernen, sich in die Gesellschaft einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

 

Migration:

Mit der Neustrukturierung Asyl werden die Asylverfahren verkürzt, indem die Rekursfristen verkürzt und die Gesuche zentral bearbeitet werden. Die Schweiz muss weiterhin das Dublin Abkommen konsequent umsetzen.

Die Aufgabe des Kantons ist es die anerkannten Flüchtlinge gut in unsere Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das wichtigste Element der Integration ist die Sprache. Wer die Sprache beherrscht, kann
in den Arbeitsmarkt integriert werden und somit selbständig den Lebensunterhalt bestreiten, und ist nicht auf die Sozialhilfe angewiesen.

 

Staatsfinanzen:

Ausgeglichene Finanzen bilden die Grundlage eines leistungsfähigen Staates und einer solidarischen Gesellschaft. Eine niedrige Verschuldung sowie ein gutes Steuerklima für alle Bevölkerungsgruppen gilt es anzustreben.

Die Finanzstrategie 2027+ ist aktuell die grösste Herausforderung für unseren Kanton. Ziel ist es die Erfolgsrechnung wieder ausgeglichen zu gestalten. Dazu muss die Rechnung um 40 Mio. korrigiert werden. Ich bin überzeugt, die Regierung hat ein ausgewogenes und transparentes Gesamtpaket ausgearbeitet, welches auf Akzeptanz stossen wird, weil auf eine ausgeglichene Opfersymetrie geachtet wurde. Es gibt Anpassung im Steuerbereich und Einsparungen in der Verwaltung inkl. dem Abbau von 20 Stellen.

 

Steuerliche Entlastung der KMU-Betriebe:

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bilden im Kanton Obwalden das Rückgrat einer gesunden und diversifizierten Wirtschaftsstruktur. Die von Unternehmern geführten Betriebe bieten Ausbildungs- und Arbeitsplätze an und tragen damit zur Sicherung unseres Wohlstandes bei.

Es ist unsere Aufgabe die Bürokratie in allen Bereichen und bei allen Arten von Bewilligungen, Normen oder Verordnungen zu reduzieren, damit wir für alle Unternehmen gute Rahmenbedingungen schaffen können.

 

Nachhaltige Energieversorgung und Umwelt:

Obwalden bietet eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft mit Bergen und Seen, die zu sportlicher Betätigung, vielfältigen Freizeitaktivitäten und entspannenden Stunden einlädt. Zur Natur ist zum Wohl der kommenden Generationen Sorge zu tragen, wobei die heutigen Bedürfnisse der Bevölkerung angemessen zu berücksichtigen sind.

Die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien soll weiter erhöht und gefördert werden. Obwalden hat die Chance seinen Energieverbrauch zu 100% aus erneuerbaren Energien zu produzieren.

 

Sichere Arbeitsplätze:

Eine nachhaltige, zukunftsgerichtete und wettbewerbsorientierte Wirtschaft ist wichtig. Eine Wirtschaft, die den Lebensraum schont und mit den natürlichen Ressourcen verantwortungsvoll umgeht. Eine starke Wirtschaft und ein attraktiver Standort Obwalden schaffen Arbeitsplätze und Wohlstand.

Mit einer Arbeitslosenquote von weniger als 1% hat der Kanton Obwalden beinahe Vollbeschäftigung. Damit das so bleibt, müssen wir den Unternehmen weiterhin gute Rahmenbedingung bieten.

 

Landwirtschaft:

Die Landwirtschaft ist von grosser Bedeutung. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Versorgung der Bevölkerung, zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Pflege der Kulturlandschaft.

Die Landwirtschaftsbetriebe in den verschiedenen Tal-, Berg- und Alpzonen müssen ausreichend unterstützt und für ihre gemeinwirtschaftlichen Leistungen angemessenen entschädigt werden.

 



Christoph Amstad
Regierungsrat

Further Links

UA-61970180-3